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Tales Of Doom
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guenterINTERVIEW with Günter

1. Hallo Günter. Vielen Dank für das Interview und Gratulation zum derzeit wohl besten traditionellen Metal Album des Planeten! *Tales Of Doom* ist ein echtes und ehrliches Metal Album. Man mag es kaum glauben, aber so was ist in unsren Zeiten leider eher selten. Ich denke du bist mehr als zufrieden mit dem Ergebnis oder?

Danke für die Blumen und dein tolles Review :-)
Ja klar, wir sind alle höchst erfreut über die neue Platte und den tollen Sound.

2. Wie sind die bisherigen Reaktionen zur Scheibe?

Um ehrlich zu sein, wir sind zum Teil völlig geplättet ob der Lobpreisungen, das hätten wir so in dieser Form nicht erwartet. Es tut gut wenn man als Musiker für seine Arbeit die positive Beachtung findet.

3. Ich hab es ja in meinem Review ausführlich beschrieben. Es ist faszinierend, wie kurzweiliges und spannend dieses großartige Album ist. Die Vielfalt und der Abwechslungsreichtum der Songs macht die Scheibe zu einem absoluten Dauerbrenner. Der Spagat von Power Metal zu typischem 80er Jahre Metal, Doom, Hard Rock und dezenten Prog Strukturen ist perfekt gelungen. Wie viel Plan steckt dahinter oder passiert so was einfach?

Wenn du das alles planst hast du schon verloren. Man hört bei den neuen songs einfach das Konglomerat von vier Persönlichkeiten und derer musikalischen Vorlieben. Im Prinzip nahmen wir das Album auf, welches wir gerne hören wollten. Wir machten einfach unser Heavy Metal Favoritalbum ;-)

4. Dein Gespür für die perfekte Balance aus technischer Finesse, Rhythmus und Melodie machte ja schon "Stigmata" zu einer Ausnahmeerscheinung. Auch bei Crimson Cult und *Tales Of Doom* ist genau diese Balance wieder perfekt. Wenn auch in einer anderen Stilistik. Ist dir das während dem Komponieren eigentlich bewusst?

Nein, gar nicht.
Wenn dann mehrere Ideen fertig sind und ich das ganze Material sichte merke ich am ehesten unterschiedliche Einflüsse; beim komponieren an sich lass ich mich einfach treiben, sonst limitiere ich mich und genau das soll nicht sein.

5. Gehst du mit mir konform, wenn ich sage, dass *Tales Of Doom* in allen Belangen noch eine Ecke stärker ist als euer (sehr gutes) selbst betiteltes Debüt.

Eindeutig, wir kannten uns ja noch nicht so gut, ausser Alex und ich natürlich. Und ich denke das hört man auch daß wir als Band gewachsen sind. Als wir unser Debut aufnahmen kannte ich Walter gerade mal einen Monat, und nun sind wir echt dicke Freunde, das wirkt sich natürlich auch auf den Kreativvprozess währen der recordings aus.

6.Erzähl mal über die Entwicklung von *Tales Of Doom*. Die Crimson Cult Songs stammen ja allesamt aus deiner Feder. Hat der Rest der Truppe überhaupt Einfluss auf das Endresultat? Erzähl mal wie die Alben entstehen.

Naja ein wenig dürfen die anderen schon mitwerkeln ;-)
Walter hat sich diesesmal in die lyrics und vor allem sehr stark in die Melodylines eingebracht. Beim Schlagzeug misch ich mich gar nicht ein, ausser ich verstehe es nicht mehr was der Beda da von sich gibt ;-) und von Alex kommen immer wieder neue Riffs daher geflogen, wir wohnen ja Tür an Tür.
Wir versuchten dieses mal den Bass auch zu featuren da Alex wirklich unglaubliche Lines spielte.

7. Mit +Behind The Curtain+ ist euch ein unfassbarer Hit gelungen. Der Song hat nicht nur einen Weltklassechorus, sondern auch die unaufdringlich und effektivsten Keyboards, die ich seit langem hören durfte. Auch das Solo ist ein Killer. Neben +Warrior Son+, +Institution Christ+, +The Long Way Home+ und +Crimson Empire+ mein absoluter Favorit. Ich kann meine Begeisterung wohl kaum verbergen….was sagst denn du dazu und was sind deine Faves?

Wir planten „Behind The Curtain“ als Opener zu verwenden, kamen dann aber drauf daß der Song seine wahre Klasse erst alst Nummer 2 entfacht.
Natürlich war ich stolz von dem Zeitpunkt an als ich die Chorusmelodie das erst mal in meinem Kopf hörte, Walter hat das dann perfekt umgesetzt.
Den Keyboards habe ich dieses mal bewusst weniger Bedeutung zukommen lassen und sie wirklich nur als Farbtupfer eingesetzt.
Es ist immer schwer Faves zu nennen zu mal die Songs ja die eigenen Babies sind, aber auf „The Long Way Home“ stehe ich schon sehr, da habe ich mir auch mit dem Ende so einen kleinen Traum erfüllt.

8. Wie steht es um meinen #Meat Loaf# Vergleich den ich Walter bei +Crimson Empire+ aufdrücke?

Reiner Zufall, wir haben uns prächtig amüsiert als plötzlich der Meat Loaf aus den Boxen tönte; das ist halt genau dem Walter seine Abteilung.

9. Was entgegnest du meinen Kompliment, in dem ich einige deiner neuen Songs auf Bruce Dickinson Solohighlights wie *The Chemical Wedding* oder *Tyranny Of Souls* als Hits definieren würde. Kannst du mit dem Vergleich leben?

Ich oute mich hiermit als riesiger Brucefan und freue mich extremst über dein Kompliment! Der Walter wird da auch seine Freude haben, er ist ja der „Bruce aus Tirol“ ;-)

10. Erzähl kurz noch über die sehr authentisch und stilvoll verpackte Pink Floyd Verneigung bei +The Long Way Home+.

Also der grosse Schlussrefrain ist mir einfach so zugeflogen, ich erinnere mich noch genau, ich spielte ohne nachzudenken diese Akkorde und sang dazu. Ich wusste sofort da kommt was grosses daher und hielt die Idee gleich auf Noten fest. Natürlich haben wir den Refrain noch mit weiblichen „Floydvocals“ aufgepeppt und beim Abschlussteil mit der Akustikgitarre verneige ich mich einfach vor Roger Waters.

11. Du warst immer ein großer Gary Moore Verehrer und hast ihm mit +The Inquisition+ auch auf *Tales Of Doom* Tribut gezollt. Wie sehr hat dich sein Tod getroffen und warum ist deine Wahl gerade auf diesen Song gefallen.

Der Tod von Gary Moore(R.I.P) hat mich mehr getroffen als man dies in so einer Situation erwartet. Ich habe über ein halbes Jahr lang nur sein Musik gehört und bin auch wieder auf die alten Thin Lizzy Sachen gestossen. Dazu kommt noch daß ich mich des öfteren in Nordirland aufhalte und daher wohl eine engere Bindung zu seinen Texten und den keltischen Einflüssen habe. Die Idee „The Inquisition“ zu covern entstand schon vor einigen Jahren, das hat eigentlich nichts mit seinem Tod zu tun, aber die Ironie des Schicksals wollte es so. Der Song stammt übrigens aus dem jahr 1978 von seiner Band Colosseum II.

12. Die *Tales Of Doom* Lyrics kommen ja wohl auch von dir. Hat Walter Stuefer darauf noch Einfluss?

Ja, der hat sich diesesmal so gar frech bei einigen Lyrics eingemischt ;-)

13. Die neuen Lyrics haben offensichtlich viel mit Schicksal zu tun und passen dementsprechend zur superben Atmosphäre des Albums. Vor allem der Text zu +Institution Christ+ scheint mir sehr kritisch. Welche Texte liegen dir besonders am Herzen und warum?

Du sagst es ja eh schon. Also diese Missbrauchsgeschichte in der katholischen Kirche stinkt schon bis zum „Himmel“ im wahrsten Sinn des Wortes. Hier werden einfach die Augen verschlossen und es werden so viele Prister gedeckt, pfui „Teufel“(jetzt hamma den auch dabei)

14. Die großartige Produktion zu *Tales Of Doom* trägt meiner Meinung nach das ihre dazu bei, dass die Scheibe ebenso zeitlos wie kräftig und organisch klingt. Dieser erdige, jedes Detail perfekt inszenierende Sound macht das Album lebendig und ehrlich. Ich denke ihr habt bewusst darauf verzichtet eine sterile und moderne Produktion zu wählen, die zwar fett klingt aber dem Sound Leben nimmt.

Wir hatten das Glück mit einem absoluten Topproducer zu arbeiten und bekamen jede Menge Röhrenequipment zur Verfügung gestellt, das hört man auf alle Fälle.

15. Walter Stuefer ist ein unfassbar guter Sänger und liefert auf *Tales Of Doom* einen sensationellen Job ab. Wir Tiroler wissen das und sind schon ein wenig stolz, dass er nun so ein großartiges Album veredeln darf. Wie ist denn euer Kontakt damals entstanden?

Alex hat Walter zufällig bei einem Gig mit seiner Coverband gehört und war gleich begeistert. Als wir dann beschlossen wieder gemeinsame Sache zu machen, meinte er daß er den absoluten Sänger weiss. Dann kam Walter zu uns nach Salzbug und es war eigentlich sofort alles klar. Ganz ehrlich ich konnte mein Glück kaum fassen, diese Stimme, wow.
Mittlerweile sind wir sehr eng befreundet und die Zusammenarbeit könnte besser nicht sein.

16. Du hast das Kunststück vollbracht mit Ritchie Krenmaier und Walter gleich hintereinander zwei absolute Ausnahmesänger in deine Reihen zu bringen. Nicht unbedingt einfach in Österreich. Gratulation ;-)

Jetzt fällt mir eh keiner mehr ein ;-)

17. Mit Pure Steel Records habt ihr die perfekten Partner gefunden. Das sind super Typen und echte Metal Freaks, die nicht nur ein „Naserl“ für Klasse haben, sondern auch mit ganzem Herzen hinter der Sache stehen. Ich denke ihr fühlt euch wohl bei eurem Label?

Die Zusammenarbeit mit Pure Steel ist perfekt und wie du schon sagst, das sind richtige Freaks und die knien sich voll rein.

18. Metal ist derzeit so populär wie seit Jahrzehnten nicht. Wie siehst du das? Glaubst du, dass auch Crimson Cult davon profitieren könnten?

Auf jeden Fall, ich hoffe nur daß wir genügend Fans erreichen.
Der Metalmarkt ist ja im Moment völlig Überschwemmt von Mittelklasse bis echt schlechten Bands.

19. Was treibst du momentan neben deiner Arbeit mit Crimson Cult? Gibt es andere musikalische Spielwiesen?

Nein gar nicht.
Ich war nie der „Sessiontyp“, sondern konzentrierte mich immer voll und ganz auf eine Sache.

20. Wo siehst du deine Haupteinflüsse als Gitarrist, aber auch als Songwriter?

Als Gitarrist beeinflusste mich am Anfang ganz stark Frank Marino und vom songwriting her ganz klar
Toni Iommi. Das tut mir auch sehr leid daß es dem im Moment so schlecht geht, hoffentlich packt er es.

21. Gibt es aktuelle Metal oder Rockbands, die dich wirklich beeindrucken oder verfolgst du die Szene gar nicht?

Ich habe den release von „Heaven And Hell“ miterlebt, was soll mich da noch mächtig beeindrucken?
Ich höre sehr viel klassische Musik und versuche halt so gut es geht die aktuelle Szene zu verfolgen, die neue Van Halen finde ich z.B. klasse.

22. Ich weiß, dass du Crimson Cult und #Stigmata/Stygma IV# nicht miteinander vergleichen willst, aber wenn wir beiden schon mal ein so ausführliches Interview machen, würde ich dir (als eingesessener Stigmata Fan der ersten Stunde) doch gerne ein kurzes Fazit und Gedanken zu den Releases deiner „alten“ Band entlocken.

Wir haben als #Stigmata/Stygma IV# viel erleben dürfen und im Endeffekt eigentlich mehr erreicht als so manche Leute denken.

23. Oder fragen wir noch mal anders. Was waren die drei besten Alben, an denen du mitgewirkt, bzw. die du erschaffen hast? Welche sind die Highlights deines Backkataloges und warum?

„The Court Of Eternity“, die erste „Crimson Cult“ und ganz klar „Tales Of Doom“.

24. Du hast vor allem mit Stigmata trotz durchwegs herausragender Alben einige Tiefschläge erlebt und nur selten den gebührenden Erfolg feiern können. Nenn mal die Höhepunkte und die Tiefpunkte deiner bisherigen Musiker Laufbahn.

Wacken auf der Hauptbühne war ein mächtiges Erlebnis! Einen Tiefpunkt hatte ich als ich mir eine Woche vor Beginn der recordings zu „Tales Of Doom“ in die Fingerkuppe schnitt, da dachte ich kurz das wars......

25. Zurück zu Crimson Cult. Wird es eine Tour oder zumindest einige gezielte Auftritte geben?

Kann ich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht sagen.

26. Es könnte durchaus sein, dass Darkscene in nächster Zeit Konzerte oder ein kleines Festival mit heimischen Bands veranstalten wird. Was müssen wir tun, um Crimson Cult nach Innsbruck zu lotsen?

Laß uns rechtzeitig wissen, dann schaun wir weiter..

27. Gibt es noch einen großen Traum, den du als Musiker hast?

Ganz ehrlich, in meinem Alter hat man ausgeträumt ;-)

28. Abschließend die DS-Standardfragen. Deine 5 alltime faves (artist/record) :

Gary Moore – After The War
Frank Marino – Live 1978
Heart – Dreamboat Annie
Black Sabbath – Born Again
Rush – Moving Pictures

29. Deine aktuellen Favoriten (artist/record):

Van Halen – A Differnt Kind Of Truth
Black Sabbath – Sabbath Bloody Sabbath
Roger Waters – In The Flash
Pink Floyd – The Final Cut
Crimson Cult – Tales Of Doom

30. Deine letzten Worte an unsere Leser in Österreich, Deutschland und der Schweiz:

Ein herzliches Dankeschön an alle Fans, welche unser neues Album auf regulärem Weg erwerben ;-)

Vielen Dank für das Interview!

Rock It !

guenterINTERVIEW with Günter

1. Der Grundtenor von »Tales Of Doom« ist - wie der Titel schon verrät - ziemlich düster. Dazu tragen auch die Texte einiger Songs bei - so wird beispielsweise bei „Institution Christ“ schonungslos mit der Kirche ins Gericht gegangen und das heikle Thema des Kindesmissbrauchs durch Geistliche auf den Tisch gebracht. Wie steht es denn im einst stark christlich geprägten Österreich in heutiger Zeit um das Ansehen der Kirche? Wird eure kritische Sicht geteilt, oder werdet ihr eben dafür selbst kritisiert?

Genau diese Thema war mir ein riesiges Anliegen, weil es schlicht und einfach eine riesen Sauerei ist was in der Institution Kirche passiert. Die ach so heiligen Pfaffen werden gedeckt vom Schutzmantel Rom, viele der Opfer zum Teil gar nicht richtig ernst genommen. Das Ansehen der Kirche hat auch bei uns in Österreich zu recht sehr gelitten. Sämtliche christliche Organisationen welche Kritik an der Obrigkeit oder den fatalen frauenfeindlichen Einstellungen üben werden mundtod gemacht. Nur allzu Recht verlassen sehr viele Mitglieder diesen Verein.

2. Bezieht sich „Second Life“ auf das gleichnamige Online-Spiel, das vor einigen Jahren vermehrt Medienaufmerksamkeit erhielt und kritisiert wurde, bevor das öffentliche Interesse schlagartig wieder abbrach? Hast du selbst Erfahrungen mit dem Spiel gemacht?

Ich wollte einen Text zu der Thematik Abhängigkeit von Internet und sozialen Netzwerken schreiben, bald fiel mir auch der Titel „Second Life“ ein und in der nächsten Sekunde war mir klar dass es da ja mal so ein Spiel gab, das passte natürlich wie die Faust aufs Auge. Mich selbst interessieren Onlinespiel null, ich nutze meine Zeit lieber für Kreativität.

3. „State Of Fear“ dreht sich um das viel thematisierte herannahende Ende der Menschheit, hervorgerufen durch unseren räuberischen Umgang mit unseren Lebensgrundlagen aber auch durch potenzielle nukleare Kriege. Ganz offen heraus: Wie groß rechnest du persönlich die Chancen für uns Menschen aus, glimpflich davonzukommen - also nicht innerhalb der nächsten 50 bis 100 Jahre vom Antlitz der Erde zu verschwinden? Und (auch wenn die Frage makaber anmuten mag) auf welche Weise werden wir uns wohl am ehesten ausrotten?

Ich bin kein Prophet und möchte dies hier auch nicht sein aber ich denke mal so ganz verschwinden wird unsere Spezies nicht so bald. Was mich ängstigt ist dieser ganze atomare Wahn, seien es die Atomkraftwerke, die einsatzbereiten Waffen oder der ganze Müll, welcher unter unseren Beinen dahin siecht. Da wird’s wohl über kurz oder lang einen ganz groben Zwischenfall geben; ich wünsch es mir nicht, aber die Wahrscheinlichkeit ist doch sehr gross(meine Meinung).

4. Aus wessen Feder stammen die – meines Erachtens klasse geschriebenen - Texte eigentlich?

Danke, zu 90 % von mir. Ich muss auch sagen dass ich dieses mal sehr stolz bin auf die Lyrics.

5. Mich begeistert nach wie vor, wie nah sich Walter stimmlich an Astral-Doors-Sänger Nils Patrik Johansson und damit auch ein Stück weit an Ronnie James Dio bewegt. Wie seid ihr damals an Walter geraten? Und ist er sich selbst dieser stimmlichen Ähnlichkeit schon bewusst gewesen, bevor er ständig durch Journalisten darauf hingewiesen wurde?

Alex, unser Basser, hörte Walter einmal mit seiner Coverband und war gleich völlig begeistert. Also rief ich Ihn an und lockte Ihn mit dem Plattendeal zu uns ;-) Ich lernte Walter 14 Tage vor der Produktion zur ersten Cd kennen und wir verstanden uns von Anfang an prächtig. Da wir nun wirklich gute Freunde geworden sind war die aktuelle Produktion noch einfacher zu händeln. Walter brachte sich diesemal auch zu 100% ein und das kann man auch hören. Die Ähnlickeit zu Dio kann ich persönlich nicht ganz nach vollziehen, ist aber natürlich ein mega Kompliment. Ich höre da immer mehr den Bruce raus ;-)

6. Für »Tales Of Doom« konntet ihr (berechtigterweise!) etliche euphorische Reviews einfahren. Ist damit auch ein erster Schritt in Richtung vermehrter Live-Aktivitäten getan? Bisher sind über eure Homepage noch keine anstehenden Konzerte angekündigt.

Leider wird sich daran auch in Zukunft nicht viel ändern, es sei denn es kommen vernünftige Angebote daher; es würde mich freuen.

 

ancientspirit.de

guenterINTERVIEW with Günter

1. Grüß Dich Günter – hier der Ralf vom Ancient Spirit Webzine. Na fieberst Du schon dem Release von „Tales Of Doom“ entgegen?


Ja natürlich, diese Cd ist mir unheimlich wichtig, weil da einige Sachen drauf sind auf die ich sehr stolz bin.

2. Ihr könntet bereits ein Buch über Missgeschicke und Pechsträhnen schreiben, nachdem ihr Du einen Neuanfang mit CRIMSON CULT gestartet hattest und ein gutes Debüt in der Tasche machte Euer Label Dockyard pleite - wie hattet ihr das damals erfahren?

Christine, die Chefin von Dockyard, hat mich angerufen und mir gesagt dass sie pleite sind, so einfach geht das, das Gefühl war damals wirklich grossartig, vor allem musste ich es ja den anderen Bandmitgliedern auch beibringen.

3. Nach all’ diesen Tiefschlägen in der Vergangenheit auch mit STYGMA IV - wolltest Du da nie den kram einfach hinwerfen? Wie schafft man es, immer weiter zu machen?

Es geht ja im Prinzip nur um die Musik, und die Kunst hat mit Business eigentlich nichts am Hut. Wenn die Ideen daher fliegen muss man sie festhalten, ob man nun Lust hat oder nicht, die musikalischen Ergüsse sind oft sehr lästige Gesellen ;-)

4. Wie kamt ihr an Pure Steel Records?

Die haben unser neues Material gehört und waren gleich Feuer und Flamme, ich denke auch dass die Konstellation dieses mal wirklich gut passt.

5. Kommen wir zu „Tales Of Doom“. Das Album klingt härter, erwachsener und abwechslungsreicher als je zuvor - gibt es da einen textlichen Zusammenhang?

Danke, wir sehen das genau so. Textlich gesehen ist TALES OF DOOM eigentlich ein Konzeptalbum. Jeder Song erzählt ein bestimmtes menschliches Schicksal, von Kinderschändern in der Kirche, von politischen Arschlöchern bis zu Missetäter welche ihre Opfer in Verliesen halten. Und das Arge ist, dass die Stories alle wahr sind.

6. Wie waren die Kritiken bisher?

Super, wir sind sehr happy.

7. Ihr habt von Speedsongs, über Epen, klassische Headbanger, leicht progressives bis hin zur Ballade alles dabei. Eigentlich müsstet ihr den typischen Metalhead ansprechen, der nicht so verbohr nur in Schubladen denkt. Findest Du es nicht schade, dass dies in der Szene sehr verbreitet ist?

Ehrlich gesagt ist mir das mittlerweile alles ziemlich egal. Wem's gefällt, freut mich; wem nicht, dann verpasst er halt was; reich wird man in diesem Business ohnedies nicht.

8. Vor allem Euer Sänger hat sich noch gesteigert, denkst Du es wird noch irgendwer dem Ritchie nachtrauern.

Das ist mir ebenfalls ziemlich egal ob jemand dem Ritchie nachtrauert. Wir haben in Walter den für uns „Besten“ gefunden und verstehen uns einfach prächtig. Stimmlich hat sich Walter natürlich extrem gesteigert und er hat diesesmal wirklich sehr gute Ideen eingebracht, nicht nut textlich sondern auch wichtige Sachen fürs Gesamtkonzept.

9. Wie war die Arbeit im Studio?

Sehr relaxed und ohne Zeitdruck. Wir hatten das Glück mit Österreichs Topproducer zu arbeiten und hatten tolles Röhrenequipment zur Verfügung.

10. Jetzt wird es Zeit, das Material auch livehaftig zu präsentieren, gibt es schon konkrete Pläne? Einige Festivals wären sicher nicht schlecht?

So ist es, ich lass das mal auf uns zu kommen, wenn vernünftige Angebote vorliegen, jederzeit.

11. Deine 5 momentanen Lieblins-Platten/CDs…bitte

Gary Moore - After The War
Van Halen - A Different Kind Of Truth
Don Airey - K2
Black Sabbath - Sabbath Bloody Sabbath
Ian Gillan - Magic

12. Was liegt als nächstes an mit CRIMSON CULT?

Als allernächstes stehen die Biere an ;-)

CHEERS
Günter

Thx & see ya on tour!
Ralf

stormbringer.at

guenterINTERVIEW mit Günter Maier, Gitarrist von Crimson Cult

1. Es gibt auf Stormbringer bereits ein Interview mit Dir aus dem Jahr 2009, also werden wir die Fragen nach der Entstehung von CRIMSON CULT hinten anstellen. Ich habe aber ein wenig auf Eurer Homepage recherchiert und würde daraus resultierend Dich ganz gerne fragen, wie es bei Dir mit der Musik begann. Ich lese sehr viel über Gary Moore als Einflüsse und es fällt auch auf, dass auf Eurem aktuellen Album „Tales Of Doom“ die Solos sehr detailliert und melodiös aufgebaut wurden. Wo siehst Du deine Einflüsse, wie hat alles begonnen?

Meine Haupteinlüsse sind zweifellos Toni Iommi und Frank Marino, so hat es begonnen. Später entdeckte ich dann Uli Jon Roth und natürlich Gary Moore. Der Tod von Gary Moore hat mich dann mehr getroffen als ich das jemals erwartet hätte. Ich brauchte ein gutes halbes Jahr um darüber hinweg zu kommen.
Auf YouTube findet man auch Versionen von „Johnny Boy“ und „Parisienne Walkways“ welche ich für klassische Gitarre bearbeitet habe. Melodische Gitarrensoli waren mir immer sehr wichtig, ich denke ich habe das im aktuellen Album passabel hin bekommen ;-)

2. Du hast in einem Interview Walter Stuefer als Glücksgriff bezeichnet und dem kann ich nur zustimmen. Ich hab leider kein Textblatt zur Hand, aber er deckt so ziemlich die Bandbreite vom beinahe lasziven Beginn bei „Coshinja“ hin zu kraftvollen Ausflügen nach ganz oben wie bei bei einem meiner Favoriten „Behind The Curtain“. Ich höre nun schon seit ungefähr 30 Jahren Musik und selten ist mir ein Sänger wie er untergekommen. Wie ist die Arbeit mit ihm, schreibt er auch die Texte?

Die Texte stammen zum Grossteil von mir, einiges ist auch von Walter. Die Arbeit mit Walter ist so dermassen unkompliziert, da würden mich wahrscheinlich alle Musiker beneiden. Ich habe noch niemals einen Sänger getroffen, welcher andere Sänger auf Grund derer Marotten nicht ausstehen kann. Das Beste ist natürlich dass Walter bei den recordings unglaublich schnell ist und er es Gott sei Dank strikt ablehnt irgendwelche Parts zu kopieren oder anderswertig nach zu behandeln. Wir brauchten pro Song niemals viel länger als 2 Stunden. Komplett mit backings und dann hat's gepasst.

3. Wie schon erwähnt, liegt mir kein Textblatt vor. Könntest Du ein bisschen etwas erzählen, worum es bei den „Tales of Doom“ geht?

Jeder Song erzählt eine Schicksalsgeschichte.

STATE OF FEAR
Ein Song über die Macht unserer Obrigkeit welche Stück für Stück unser Leben zerstört und die Ängste der Menschen ausnützt um Ihre Machtposition zu stärken.

BEHIND THE CURTAIN
Stampfende Hymne mit cleanen Strophenparts über Alkoholismus und die Träumereien im Delirium... hinter dem "Vorhang der Realität".

INSTITUTION CHRIST
Die Anklage an Gott, welcher seine Augen vor dem Hintergrund der katholischen Mißbrauchsopfer verschließt.

COSHINJA.
Eine weißrussisches Mädchen wir von ihrem Peiniger im Keller festgehalten um seine sexuell verirrten Gelüste an ihr zu stillen, was letztendlich mit ihrem Tod endet.

THE LONG WAY HOME
Die Fortsetzung des Songs "Center Of The Universe" vom Debutalbum. Einer der ins Universum "raketeten" Politiker kehrt geläutert auf die Erde zurück um diese in ihren letzten Atemzügen vorzufinden.

WARRIOR SON
Der Vater eines vermißten Soldaten begibt sich auf die Suche in die Wüste. Die persönliche Vergebung und die väterliche Liebe besiegen den Haß über die begangenen Greueltaten.

ON THE EDGE
Ein Mensch steht vor dem Abgrund seines Lebens um sich in diesen hinab zu stürzen, erkennt aber daß ihm seine Flügel fehlen.

SECOND LIFE
Der Song spiegelt die Befangenheit vieler Menschen wider, welche ausschließlich im virtuellem Sein ihre Erfüllung finden.

CRIMSON EMPIRE
Textlich die Fortsetzung des Vampirsongs "Land of the Crimson Night". Die Blutsauger strömen bei Vollmond erneut in alle Himmelsrichtungen.

THE INQUISITION
Hommage an Gary Moore, welcher 1978 mit der Band "Colosseum II" dieses instrumentaleMeisterwerk einspielte.

4. Ich mag diese kleinen Hommagen an Pink Floyd in „The Long Way Home“ und an Black Sabbath in ihrer Dio Ära in „Warrior Son“, und wenn man will an den Spät80-er Metal der amerikanischen Westküste („Second Life“ könnte auch von Racer X oder Project M.A.R.S. stammen). Ich meine hiermit nicht, dass ihr abgeschrieben habt, aber diese kleinen Einschübe sind sehr geschickt gemacht. War das Absicht, sind das Bands, die du persönlich gerne hörst, die dich beeinflusst haben?

Black Sabbath hören wir alle sehr gerne, viel besser geht’s mit Riffs ja wirklich nicht. Ich hörte mir kürzlich wieder „Sabbath Bloody Sabbath“ am Stück an, ein Erlebnis :-)
Das Ende von „The Long Way Home“ ist natürlich an Pink Floyd angelehnt, hier erfüllte ich mir einfach einen kleinen Traum.Die Schlusssektion wo nur Gesang und Akustkigitarre zu hören sind war die grösste Herausforderung für Walter, weil er sowas noch nie zuvor machte.
Nun klingt das aber sehr audentisch und ehrlich.

5.)Das ist keine Frage, sondern eher eine Feststellung. Es ist richtiggehend erfrischend, einen deutschsprachigen Sänger zu hören, der in der Lage ist, Englisch ohne deutschen Akzent zu singen. Und das grammatikalisch auch noch richtig (for whom and for what - allein dabei haben 80 Prozent der Briten Probleme, dass das eine österreichische Band so souverän bringt - Chapeau!).

Für einen Tiroler ist das sogar eine Grossmeisterleistung ;-)))

6. Jedes der zehn Lieder unterscheidet sich vom anderen. Absicht oder einfach beim Songwriting oder im Proberaum passiert?

Das passiert einfach so, und ich hoffe die geneigten Käufer können damit umgehen. Ich finde es schon todlangweilig wenn eine Cd zu vorherseh(hör)bar ist. Bei vielen Produktionen aus unserem Nachbarland ist das meiner Meinung nach so und ich kann den Erfolg etlicher, zun Teil sehr etablierter Bands, nicht wirklich nach vollziehen.

7. Mit den letzten beiden Songs wird’s noch etwas technischer. War das beabsichtig? Wobei bei „Crimson Empire“ die Stimme beim Chorus mit eine erhabenen, wie aus den Ruinen einer Stadt empor steigenden Melodie daher kommt. Ist es Dir wichtig, zumindest ein Quäntchen Melodie in jeden Song zu packen um ihn zugänglicher zu machen?

Es geht doch in der Musik ausschliesslich um Melodie. Natürlich gibt es auch Sparten wo nur die reine „Power“ zählt, aber ob das im Sinne des Erfinders ist, meiner Meinung nach nicht. Da ich ja eine klassische Ausbildung habe und sehr viel Orchestermusik höre gibt’s da natürlich spezielle Einflüsse. Hör dir mal Sibelius an, Puccini, Heitor Villa Lobos oder Leonard Bernstein, da geht’s dann dramaturgisch richtig zur Sache. Ich bin fest davon überzeugt dass der Grossteil der Musikkonsumenten nach grossen Melodien lechzt, sie aber zu wenig kriegt.

8. „The Inquisition“ - reines Instrumental. Absicht oder war da ursprünglich ein vollständiger Song geplant. Und auch hier wieder sehr durchdachte, auskomponierte Solos, auf die du offensichtlich großen Wert legst.

Wie bereits weiter oben erwähnt ist „The Inquisition“ eine Komposition von Gary Moore. Ich bin schon gespannt wann da die ersten Journalisten draufkommen. Diesen Song zu covern war ein hartes Stück Arbeit, da es keinerlei notistische Unterlagen gibt.
Leider war es mir nicht mehr möglich unsere Version an Gary Moore zu senden...
Der Schlagzeuger von Colosseum II (Gary's damalige Band), Jon Hiseman, hat sich aber prompt zurückgemeldet und eine tolle Kritik abgelassen.

9. Kommen wir zum Sound. Wie bist du damit zufrieden? Mir kommt vor allem die Rhythmusgitarre sehr laut vor, das ist beinahe schon etwas zu laut. Das gleiche war ja auch bei der letzten regulären Metallica passiert, da war der Gesamtsound so laut, dass es beinahe nicht mehr hörbar war.

Der Sound ist genauso wie wir ihn haben wollten und natürlich immer Geschmackssache. Im übrigen kann eine Gitarre niemals zu laut sein ;-)

10. Ihr seid jetzt bei PURE LEGEND RECORDS / Pure Steel Records unter Vertrag. Wie läuft die Zusammenarbeit bisher?

Toll, wir sind höchst zufrieden. Da sind halt richtige Freaks am Start, die genau wissen was sie wollen. Nach einigen Erfahrungen mit anderen Labels bin ich sehr froh bei Pure Steel gelandet zu sein.

11.)Wie sieht es mit Live-Auftritten aus? „Tales of Doom“ schreit ja richtiggehend danach, live präsentiert zu werden?

Schaun wir mal was sich ergibt. Wenn die Voraussetzungen passen, jederzeit.

12. Du bist jetzt doch schon eine Weile im Business, was erhoffst Du Dir von der CD. Gibt es Ziele, die du mit Crimson Cult hast?

Reichtum, schnelle Autos und schöne Frauen ;-)))

Cheers
Günter

Christian Wiederwald / Stormbringer

lordsofmetal.nl

guenterINTERVIEW mit Günter Maier, Gitarrist von Crimson Cult

Questions by: Frank Vermulst
Answers by: Günter Maier


1. ’Tales Of Doom’ is you second album. What are the main differences between the first and the new album?

First of all, hello to all readers of LORDS OF METAL!
Regarding your question I think the main difference is the more powerful sound, the songstructures and the lyrical concept.
Every song on “Tales Of Doom” tales a destiny of people or things that happen on our planet.
For the fact that we knew especially Walter(singer) much better than in the beginning, everything is more compact.
We took all the time we needed to write the new material until everything was perfect for us.

2. I have reviewed ’Tales Of Doom’ recently and I was pretty excited about it. Your lead vocalist has a great voice and he reminds me of Tony Martin and Dio during his Sabbath period. Is this something you agree with me?

Yes, and thank you for this huge compliment.
You mention two singers which we really admire, and we love the music of both.

3. Regularly Black Sabbath in their ‘Tyr’ and ‘Cross Purposes’ era leapt to mind many times when listening to your album, especially the dark, epical parts come forward, with the use of keyboards giving it an extra dimension. Are you so much into Black Sabbath at this stage of their career or is this the first time you heard this reference?

I am into Black Sabbath since I am interested in music and this means back to the 1970es where all started.
After the “Ozzy era” I was out of my mind when they released “Heaven and Hell”.
I listened to this masterpiece over and over again for one year daily.

4. You guys hail from Germany based, like so many other heavy metals bands. How healthy is the scene there in general? How did you succeed to stick out of the crowd and get yourself a record deal?

It's not so easy in these days to get a good record deal, but we had the luck that the chief of Pure Steel Records was a big fan of my whole career.
He watched my career carefully and when he heard the new songs, he wanted to sign CRIMSON CULT in the second. We are very happy with the constellation CRIMSON CULT/Pure Steel Records!

5. Since we now are talking a bit about the history of Crimson Cult, can you give a brief summary what happened to the band from the early days up until the present?

After the split of my former band Stygma IV it took 2 years until Alex(bassplayer) and I decided to form a new group. There was only one choice for the drumming and this was Peter”Beda” Bachmayer. We knew this guy for a long time and it was the right point to form a band with him together.
Alex heard Walter with his coverband and I called him, he came to Salzburg and from the first second on everything was perfect. We got this deal with Dockyard1 but in the middle of the promotion to our first album the firm went insolvence. It took a while before we started writing new songs but very fast we reached a kind of “magic point” where the new ideas flew from themselves.

6. How did the media respond to so far to ’Tales Of Doom’? Where the all as positive as myself, or does not everybody appreciate your efforts?

If you make a summary until ye,t we got about 9,5 points out of ten :-)
we are very proud of this, believe me!

7. I am sure a lot of people will like ’Tales Of Doom’, and as a consequence they might be interested - like myself for instance - in your first album? Where can score ourselves a copy of that record?

In our online shop:
http://www.crimsoncult.com/shop.html

8. Are there any live shows planned in our region? It would be nice to see your guys live in action.

Me too ;-)

9. Is there any thing you would like to tell our readers? If so, now you have a chance to do so. Go ahead, the space below is yours…

I wanna thank all fans for their support, for their positive emails and especially
CRIMSON CULT would like to thank all people who bought our new album on the regulary way ;-)

Cheers from Austria
Günter Maier

 
 

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